Innerhalb des VÖA gibt es drei Fachgruppen nach Archivsparten:

Ziele der Fachgruppen sind die Vernetzung der oft ohne viel Unterstützung im eigenen Haus arbeitenden Archivar*innen eines jeweiligen engeren Fachbereichs, die Stärkung der fachlichen Diskussion zur Erörterung und Lösung gleichartiger Probleme sowie die Intensivierung der Kooperation innerhalb der jeweiligen Sparte. Die Fachgruppen wählen ihre Vorsitzenden, wobei die Funktionsperioden mit jener des VÖA-Vorstandes abgestimmt sind, und führen eigene Veranstaltungen durch. Sie sind im Vorstand des VÖA vertreten und berichten jährlich über ihre Tätigkeit.

Für die Mitgliedschaft in einer Fachgruppe ist die gleichzeitige ad-personam-Mitgliedschaft im VÖA Voraussetzung. Die Zuweisung zu einer Fachgruppe erfolgt dabei automatisch anhand des jeweils eigenen Archivs.






Fachgruppe der Archive der anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften

Die konstituierende Sitzung der Fachgruppe der „Kirchlichen Archive“ fand am 8. November 2007 in Graz statt. Bei dieser Zusammenkunft erfolgte die Umbenennung in „Fachgruppe der Archive der anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften“. Die Fachgruppe arbeitet eng mit der Arbeitsgemeinschaft der Diözesanarchive, der Arbeitsgemeinschaft der Ordensarchive und dem Bereich Kultur und Dokumentation der Österreichischen Ordenskonferenz zusammen.

Vorsitzende der Fachgruppe

  • 2006–2007: Kerstin Lengger, Archiv der Erzdiözese Salzburg (interimistisch)
  • 2007–2009: Thomas Aigner, Diözesanarchiv St. Pölten
  • 2009–2013: Michael Fliri, Archiv der Diözese Feldkirch
  • 2013–2017: Christine M. Gigler, Archiv der Erzdiözese Salzburg
  • 2018–2021: Magdalena Egger, Diözesanarchiv Linz
  • seit 2022: Lukas Winder, Provinzarchiv Sacré Coeur Wien

Stellvertretender Vorsitz

  • 2006-2017: Waltraud Stangl, Archiv der Evangelischen Kirche in Österreich
  • seit 2018: Johannes Leitner, Archiv der Evangelischen Kirche in Österreich

Organisationsteam für die Studientage

  • Lukas Winder, Zentraleuropäisches (CEU) Provinzarchiv des Sacré Coeur
  • Johannes Leitner, Archiv der Evangelischen Kirche in Österreich
  • Iris Fichtinger, Referentin für Archive im Bereich Kultur und Dokumentation der Österreichischen Ordenskonferenz
  • Maria Sonnleithner, Archiv der Evangelisch-Methodistischen Kirche in Österreich
  • Leonhard Baumgartl, Diözesanarchiv Linz

Kontakt zur Fachgruppe: kirchenarchive@voea.at

Studientage

Die Mitglieder der Fachgruppe treffen sich entweder im Rahmen der Österreichischen Archivtage oder anlässlich eigener Studientage. Letztere Informations- und Fortbildungsveranstaltungen werden seit 2012 jährlich zu aktuellen Fragestellungen in Salzburg durchgeführt und stehen auch Nichtmitgliedern offen. Tagungsberichte werden im „Scrinium“, Schriftfassungen der Vorträge teilweise in den Mitteilungen für die Kulturgüter der Orden veröffentlicht. Informationen zum jeweils aktuellen Studientag finden Sie unter Aktuelles.

Bisher wurden folgende Themen behandelt:

  • 2025: Arbeitstitel „Erschließung“ – Save the Date: 27. Jänner 2025, Salzburg

Studientag 2024 – Nachlese:

Elisabeth Loinig: Archivgut in wenigen Schritten beschreiben? Grundlagen und Prinzipien des ISAD(G)

Veronika Führer: Records in Contexts – Netzwerkbasierte Erschließung

Christopher Sterzenbach: Erschließung von Archivbeständen durch Dienstleister – ein Praxisbericht

Stephan Hubinger: Die AIS-Erschließung von Beständen im OÖLA am Beispiel der kirchlichen Archive

Hinweis: Die Kurzvorstellungen der AIS-Programme werden nicht veröffentlicht, da der Archivverband keine Werbeplattform darstellen möchte. Sollten Sie tiefergehende Fragen zu den einzelnen Produkten haben, wenden Sie sich bitte an die Hersteller.

Studientag 2023 – Nachlese:

Susanne Fröhlich: Bewertung: alte und neue Grundsätze

Christine M. Gigler: Überlieferungsbildung mit Aktenplänen

Sandra Pfistermüller: Langzeitarchivierung präkustodial miteinbeziehen

Miriam Troyer: Herausforderung einer Bewertung in Ordensarchiven






Fachgruppe der Universitäts- und Wissenschaftsarchive

Die „Fachgruppe der Archivar*innen an Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen“ wurde im Mai 2008 gegründet. Damit erfolgte die Formalisierung eines schon seit Anfang der 1990er-Jahre bestehenden losen Verbundes der Archive an österreichischen Universitäten, Museen und anderen wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen, der in unregelmäßigen Abständen Arbeitstreffen von Universitätsarchivar*innen veranstaltet hatte, auf denen fachliche Fragestellungen erörtert und Erfahrungen und Informationen ausgetauscht wurden. Dadurch sollte nicht zuletzt eine bessere Sichtbarkeit und Ansprechbarkeit dieser Gruppe von Spezialarchiven nach außen hin bewirkt werden, die auch Kooperationen über die nationalen Grenzen hinweg erleichtern sollte. Im Rahmen der Generalversammlung 2023 wurde die Fachgruppe in „Fachgruppe der Universitäts- und Wissenschaftsarchive“ umbenannt.

Sprecher*innen der Fachgruppe

  • 2008–2017: Juliane Mikoletzky, Archiv der Technischen Universität Wien
  • 2017–2021: Thomas Maisel, Archiv der Universität Wien
  • seit 2021: Nina Knieling, Archiv der Universität Wien

Stellvertretender Vorsitz:

  • seit 2021: Alexandra Wieser, Archiv der Technischen Universität Wien.

Kontakt zur Fachgruppe: nina.knieling@univie.ac.at

Fachtagungen

Die Mitglieder der Fachgruppe treffen sich entweder im Rahmen der Österreichischen Archivtage oder anlässlich eigener Fachtagungen. In erster Linie werden jährliche Tagungen zu wechselnden Themen veranstaltet. 2013 wurde diese „Frühjahrstagung“ erstmals gemeinsam mit den Kolleg*innen aus Deutschland und Tschechien in Prag abgehalten. Diese Art der Drei-Länder-Tagung wurde im April 2017 in Wien wiederholt. Lokal gibt es zwischen den Tagungen informelle Treffen zwischen den örtlichen Universitäts- und Wissenschaftsarchiven, insbesondere an den Universitätsstandorten Graz und Wien („Stammtische“). Über eine eigene Mailing-Liste wird das kommunikative Netzwerk gestärkt, Tagungsberichte werden im „Scrinium“ veröffentlicht. Informationen zur jeweils aktuellen Frühjahrstagung finden Sie unter Aktuelles.

Bisher wurden folgende Themen behandelt:

  • 2009: Die Positionierung des Archivs innerhalb der eigenen Organisation
  • 2010: Der Umgang mit Nachlässen in Archiven von Universitäten und wissenschaftl. Einrichtungen
  • 2011: Profilbildung in Archiven wissenschaftlicher Einrichtungen
  • 2012: Schritftgutverwaltung/Records Management in Universitätsarchiven
  • 2013: Archive im Verbund, Netzwerke und Kooperationen (Dreiländertagung)
  • 2014: Rechtsfragen im Archiv
  • 2015: Archive und Bibliotheken im 21. Jahrhundert – Perspektiven, Strategien, Kooperationen
  • 2016: Erschließung neuer Ressourcen für Archive wissenschaftl. Einrichtungen
  • 2017: Normen und Ethos (Dreiländertagung)
  • 2018: Archive und Geschichtspolitik
  • 2019: Neue Archive und (Er-)Neuerungen in Archiven wissenschaftl. Einrichtungen
  • 2020: nicht stattgefunden
  • 2021: nicht stattgefunden
  • 2022: Bewertung – Eine Kernaufgabe im Archiv (Dreiländertagung)
  • 2023: Records Management und Digitale Archivierung – Programm

Fachtagung 2023 – Nachlese:

Susanne Fröhlich: Digitale Archivierung ohne Records Management? – Thesen und Best Practices

Jakob Fink / Bernhard Reismann: Strategien und Lösungsansätze für die Übernahme digitaler Akten

Johannes Koll / Georg Mayr-Duffner: Digitalarchivierung mit Libsafe / OBVSG

Gianni Penzo Doria: The experience of Italian universities on records management. Titulus and the other projects

Adrian Brown: From parchment to podcasts: building digital preservation services in three UK national bodies

Jessica Smith / Paul Carlyle / Jochen Farwer: Email Archives at the University of Manchester –
preservation and management projects
with ePADD

Claudia Briellmann / Fabian Till Schneider: Projekt E-Mail Archiv 2.0: Langzeitarchivierung von E-Mails an der ETH Zürich






Fachgruppe Wirtschaftsarchive

Die im Dezember 2022 gegründete Fachgruppe Wirtschaftsarchive umfasst im weiteren Sinn Unternehmensarchive, Archive von Wirtschaftsverbänden (Kammern) sowie von der Wirtschaft getragene Archive. Einer steigenden Zahl an Wirtschaftsarchivar*innen steht eine vergleichsweise schwach ausgeprägte gesetzliche und institutionelle Grundlage gegenüber. Sofern Wirtschafts- bzw. Unternehmensarchive nicht in den Geltungsbereich von Archivgesetzen oder besonderen gesetzlichen Bestimmungen fallen, handelt es sich um freiwillige Einrichtungen (Privatarchive). Wirtschaftsarchivar*innen sind deshalb mit vergleichsweise instabilen und wechselnden Rahmenbedingungen konfrontiert.

Die Fachgruppe Wirtschaftsarchive dient in erster Linie der Vernetzung und dem Austausch von Know-how. Ebenso wichtig ist die Verbesserung der Sichtbarkeit der Wirtschaftsarchive in ihren Unternehmen bzw. gegenüber ihren Archivträgern. Die Repräsentation der Wirtschaftsarchive im VÖA soll zudem auf spezielle Ausbildungsbedürfnisse hinweisen und insgesamt eine höhere Wertschätzung erreichen. Ein weiteres Anliegen der Fachgruppe ist die Erhaltung des häufiger von Vernichtung bedrohten wirtschaftshistorischen Schriftguts für künftige Generationen.

Vorsitzender der Fachgruppe

  • seit 2022: Gerhard Siegl, Wirtschaftsarchiv Vorarlberg

Organisationsteam

  • Rita Tezzele, WKO (Kammern und Verbände)
  • Claudia Köpf, OeNB (Banken)
  • Katharina Haller-Seeber, Swarovski (Industrie)
  • Georg Rigele, EVN (Energie)
  • Martin Stürzlinger, Archiversum (freie Wirtschaftsarchivar:innen, archivarische Dienstleistungen)

Kontakt zur Fachgruppe: wirtschaftsarchiv-v@vol.at

Österreichischer Arbeitskreis der Kommunalarchivar*innen

Der Arbeitskreis wurde 1996 im Rahmen des Österreichischen Städtebundes gegründet und ist eine Interessengemeinschaft der Kommunalarchivar*innen und Kommunalarchive Österreichs. Sein Ziel ist es, in einer breiten Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Bedeutung der Kommunalarchive als Wissensspeicher für Städte und Gemeinden zu verankern. Der Arbeitskreis fördert die Aus- und Weiterbildung der Mitglieder sowie den Informationsaustausch mit Fachkolleg*innen, Kund*innen und Verwaltungsexpert*innen im In- und Ausland. Dabei stehen Möglichkeiten, Chancen und Risken für die Weiterentwicklung der Kommunalarchive in ihrer Aufgabe als Dienstleitungseinrichtungen für Verwaltung und Geschichtsforschung im Mittelpunkt. In jährlichen Tagungen werden Aspekte der Archivwissenschaft, aber auch die Anforderungen, die sich aus Informationstechnologie, Verwaltungsmodernisierung, Kundenorientierung und Kostenreduktion im öffentlichen Dienst ergeben, diskutiert. Der Arbeitskreis der Kommunalarchivar*innen ist im Österreichischen Städtebund konstituiert, steht aber im engen Austausch mit dem VÖA.

Vorsitzende des Arbeitskreises

  • 1996–2002: Fritz Mayrhofer, Archiv der Stadt Linz.
  • 2002–2008: Werner Matt, Stadtarchiv Dornbirn.
  • 2008–2014: Peter F. Kramml, Stadtarchiv Salzburg.
  • seit 2014: Brigitte Rigele, Wiener Stadt- und Landesarchiv

Weitere Ansprechpersonen sowie Tagungsprogramme und -unterlagen finden Sie auf der Seite des Österreichischen Städtebundes.

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